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Glossar

Drahtgewickelte Bauart

Bauart, bei der präzisionsgezogener Widerstandsdraht aus Legierungen (Nickel-Chrom, Konstantan, Manganin) auf einen Keramik- oder Glasfaserkern gewickelt und mit Schutzschicht oder Gehäuse versehen wird.

Definition

Definition

Drahtgewickelt ist die älteste und stabilste Bauart. Der Widerstand entsteht aus Drahtwiderstand, Querschnitt und Windungszahl; durch Trimmen sind Toleranzen bis ±0,005 % möglich. Da der Draht metallisch und massiv ist, bietet die Bauart hervorragenden TCR (mit Manganin bis ±5 ppm/K), kaum Überschussrauschen, hohe Pulsenergie und Stabilität von −65 °C bis +275 °C.

Nachteil: parasitäre Induktivität. Ein 100-Ω-10-W-Drahtwiderstand hat 1 – 10 μH Eigeninduktivität. Bifilar-Wicklung (paarweise gegenläufig) und Ayrton-Perry-Wicklung (mehrlagig gegenläufig) reduzieren die Induktivität auf Nanohenry-Niveau.

Einsatz: Präzision (Messtechnik, Spannungsreferenzen), Leistung (Bremsen, Vorladung, Entladung, Lastbänke 1 W – 100 kW), raue Umgebung (Mil/Aero, Bahn). Aluminium- und Zementgehäuse bieten Robustheit und Kühlanbindung. Bei Volllast werden Gehäusetemperaturen von 300 °C und mehr erreicht.

Musteranforderung

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