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Glossar

Ayrton-Perry-Wicklung

Nicht-induktive Drahtwicklung mit zwei gegenläufigen Lagen Widerstandsdraht; erreicht geringere Eigeninduktivität als bifilar und gleicht zudem die Lagenkapazität aus.

Definition

Definition

Benannt nach William Ayrton und John Perry, die die Wicklung 1888 für Präzisionsmesstechnik entwickelten: zwei Lagen feinen Widerstandsdrahts auf demselben Keramikkern, die zweite gegenläufig zur ersten; beide Lagen parallel geschaltet. Strom teilt sich auf, und da die Helices Spiegelbilder sind, löschen sich die Magnetfelder über die gesamte Länge aus, nicht nur Windung für Windung wie bei bifilar.

Restinduktivität typisch 5 – 10× geringer als bifilar — unter 50 nH bei 100 Ω, unter 20 nH bei 10-Ω-Shunts. Kapazität ebenfalls günstiger, weil die Drähte ihre Position auf der Oberfläche wechseln statt benachbart bei konstantem Potenzial zu liegen. Resultat: das flachste Impedanz-Frequenz-Verhalten aller Drahtwicklungen.

Unverzichtbar dort, wo Drahtstabilität bei hoher Frequenz nötig ist: Präzisions-Shunts in Schaltreglern, HV-Teiler, Dämpfungswiderstände in Pulsleistung. Doppellagig: ca. doppelte Drahtlänge pro Ohm, höhere Kosten. Erfordert qualifizierte Lieferanten und enge Prozesskontrolle.

Musteranforderung

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