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Glossar

Snubber-Widerstand

Widerstand in einem RC- oder RCD-Netzwerk parallel zu einem Schaltbauelement (MOSFET, IGBT, Diode, Thyristor) zur Dämpfung von Spannungsspitzen, Begrenzung von dV/dt und Schutz vor Überspannung und Oszillation.

Definition

Definition

Beim Abschalten einer induktiven Last setzt Streuinduktivität (L_stray × I) eine Spannungsspitze V = L × dI/dt frei. Ohne Schutz übersteigt sie die Durchbruchspannung oder erregt Resonanz mit der Ausgangskapazität (EMI, Halbleiterstress). Der Snubber-Widerstand mit Kondensator (RC) oder Kondensator+Diode (RCD) absorbiert die Energie und dämpft.

RC-Snubber: R = √(L_stray / C) für kritische Dämpfung; C limitiert dV/dt auf den SOA-Bereich (z. B. < 1 kV/μs bei älteren IGBTs). Verlustleistung P = ½ × C × V² × f_sw × 2 — bei 100 kHz hart geschaltet zig Watt. Snubber muss Dauer-AC-Leistung bei Schaltfrequenz tragen.

Konstruktion: schnelle Spannungstransienten erfordern niederinduktive Widerstände — bifilar oder Dickschicht, keine Standard-Helix-Wicklung. Gängig 5 – 50 Ω, 5 – 25 W. RCD-Snubber (Kondensator über Diode laden, über R entladen) reduziert R-Dauerverlust bei hoher Frequenz.

Musteranforderung

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