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Glossar

Spannungskoeffizient

Der Spannungskoeffizient ist die Widerstandsänderung pro angelegtem Volt, angegeben in ppm/V; er beschreibt das nichtlineare Verhalten unter hohen Feldstärken.

Definition

Definition

Der Spannungskoeffizient (VCR) beschreibt die Widerstandsabnahme mit steigender Spannung. Ursache sind Quantentunnel zwischen Widerstandskörnern in Dickschicht-Pasten und Feldemission in Kohlemasse-Material. Draht- und Folienwiderstände sind praktisch immun (< 0,1 ppm/V), Dickschicht und besonders Kohlemasse erreichen 100 – 1000 ppm/V.

In Niederspannungs-Signalkreisen unsichtbar, dominiert VCR den Fehler in HV-Spannungsteilern. Ein 1-GΩ-Dickschicht-Widerstand mit 100 ppm/V driftet in einem 100-kV-Teiler um 10 % von kalt bis Vollspannung — weit über Toleranz- und TCR-Budget. HV-Teiler verteilen die Spannung daher auf viele Serienelemente und nutzen speziell formulierte Niedrig-VCR-Pasten (≤ 5 ppm/V) oder Keramik-Kompositionen.

Auch in Lastbänken, Snubbern und Strom-Sensorschaltungen mit hohen Transienten ist niedriger VCR Pflicht. Datenblattangabe vor Einsatz über einigen hundert Volt prüfen.

Musteranforderung

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