Sicherungswiderstand
Sicherheitsrelevanter Widerstand, der bei Überlast geöffnet, ohne Flamme oder Spritzer ausfällt — kombiniert Strombegrenzungs-/Inrush-Funktion mit Fehlerisolation einer Sicherung.
Definition
Ein Sicherungswiderstand (auch fusible/flameproof) ist die erste Schutzlinie an vielen Netzeingängen. Normal: Präzisionswiderstand (Ohm bis MΩ) für Inrush-Begrenzung, Teilung, Bias. Bei Dauerüberlast oder Kurzschluss: erhitzt rasch, Element öffnet dauerhaft — vor Flammen, Rauch, Spritzern.
UL 1412 „Fusing Resistors" definiert Bruchfestigkeit; UL94 V-0 Flammhemmung; IEC 60384 Gehäuse/Kriechstrecke. Typisch 0,125 – 5 W, ±5/±10 %, Bruchfähigkeit ≥ 100 A bei 250 V, −55 bis +155 °C. Bauart: Draht- oder Metalloxid-Film mit flammhemmender Epoxy- oder Keramikbeschichtung.
Pflichtbauteil in SMPS zwischen Brückengleichrichter und Bulk-Kondensator (ersetzt NTC + Sicherung), in LED-Treibern, Weißware, Audio, BMS. Spart Stückliste und PCB-Fläche gegenüber Sicherung + Inrush-Widerstand.
Verwandte Begriffe
Surge-Festigkeit
Fähigkeit eines Widerstands, hochenergetische Spannungs- oder Stromspitzen (Blitz, Schaltvorgänge) ohne dauerhafte Wertänderung oder Öffnung aufzunehmen — charakterisiert durch Standardimpulse wie 8/20 μs und 10/350 μs.
Pulsleistung
Momentanleistung, die ein Widerstand in einem kurzen Puls definierter Dauer und Tastverhältnis aufnehmen kann — meist deutlich höher als die Dauerbelastbarkeit, da die Wärmekapazität puffert.
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Musteranforderung
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